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Rückmeldungen unserer Retreat-Teilnehmer

06. Juni 2009:
Kreta Retreat 18. bis 25. Mai 2009

100 Meter Luftlinie vom Fenster des Yogaraumes aus glitzert und rauscht das azurblaue Meer. Wir wissen es, aber sehen es nicht so recht, denn wir betrachten die Welt aus der Froschperspektive. Das rechte Bein geschultert, sind wir mühsam darauf bedacht, all unsere Kraft in die Mitte zu ziehen, damit das linke Bein sich endlich heben möge, so dass wir die Beine vor uns kreuzen und schließlich mit dem Kinn gen Boden schweben können. Der einzige, der angesichts des kollektiven Dramas noch entspannt - und amüsiert - auf beiden Beinen steht, ist Vilas. Eine „freudvolle Symphonie“ entfalte sich vor seinen Augen, kommentiert er zur allgemeinen Erheiterung. Wir würden den Eindruck machen, es handele sich hier nicht etwa um Yoga, sondern um eine „grausame organisierte Quälerei“, fügt er hinzu. Spätestens bei diesen Worten brechen wir endgültig vor Lachen und Erschöpfung zusammen. Einzig Lalla lässt sich nicht von dem zunehmenden Tumult aus der Ruhe bringen und schwebt weiter federleicht über dem Boden, in Astavakrasana.

Dieser kleine Einblick in unseren Kreta-Aufenthalt bei Pavlos in Triopetra macht vor allem zwei Dinge deutlich: Wir alle sind während dieser Woche an unsere Grenzen gegangen, haben uns also ausführlich mit unseren körperlichen und geistigen Widerständen auseinandergesetzt. Doch haben wir während unseres teilweise recht schmerzlichen Selbststudiums (Svadyaja) auch immer wieder viel gelacht. Möglich wurde diese Mischung aus stetigem Bemühen (Abhyasa) und Loslassen (Vairagia) erst durch die niemals endende Energie und Feinfühligkeit von Lalla und Vilas, die uns jeden Tag an neue, tiefere Bereiche unserer Praxis herangeführt haben. Die geballte Kraft und positive Energie, die in dem Unterricht der beiden und ihrer Verbindung zueinander steckt, sorgte dafür, dass sich viele kleine Wunder in jedem von uns ereigneten. Das was ist (Satya) befand sich in einem ständigen Prozess des Wandels, der viel deutlicher spürbar wurde als in unserem Alltag. Hinzu kamen die besondere Atmosphäre an diesem magischen Ort, die freundlichen Menschen, die uns täglich umgaben - und natürlich das leckere Essen.

Kurz gesagt: Selten habe ich eine so wunderbare „organisierte Quälerei“ erlebt wie in dieser Woche.

Maja


31. Mai 2009:

Liebe Lalla, lieber Vilas,

inzwischen sind wir schon fast eine Woche wieder aus Kreta zurück und so langsam komme ich wieder hier in Berlin an. Dennoch denke ich sehr oft an die wunderbare Zeit dort und vermisse das Rauschen des Meeres, das uns in der ganzen Woche auf Kreta genauso begleitet hat wie unser Atem.

Mit diesen Zeilen möchte ich Euch aus ganzem Herzen für den schönen Retreat "Danke" sagen.

Selten habe ich mich in nur einer Woche so gut erholt und konnte vor allem auch gedanklich den Alltag so weit hinter mir lassen wie in diesem Retreat. Die regelmässige, intensive und einfach wunderbare Yogapraxis - verstärkt durch Pranayama und angereichert mit Eurem unverwechselbaren Humor und Spaß an der Sache - haben mich und meinen Körper in kurzer Zeit so geöffnet, wie ich es nicht für möglich gehalten hätte, und meiner Praxis eine ungeahnte Leichtigkeit verliehen. Und zu meiner Überraschung blieb sogar der erwartete ganz große Muskelkater aus. Besonders genossen habe ich auch die morgendlichen Meditationen an inspirierenden und energetisch aufgeladenen Orten, an denen die Urkraft der Natur spürbar wird. Und wenn ich jetzt in meiner Wohnung auf meinem Meditationskissen sitze, ertappe ich meinen Geist immer wieder dabei, wie er gar keine meditative Leere entstehen lassen will, sondern viel lieber an die schönen Meditationen auf Kreta zurück denkt.

Namaste

Laura